Zum Hauptinhalt

Ausgabe 10/26

Bauen. Sanieren. Richtig rechnen.

Stand

Bauherren-Wissen

Rohbau & Beton

25-kg-Sack Beton: Wie viel m³ ergibt ein Sack?

Ein 25-kg-Sack Fertigbeton ergibt je nach Hersteller 10,8 bis 13 Liter. Wie viele Säcke ein Kubikmeter braucht und wie viel Reserve sinnvoll ist.

Von Redaktion 8 Min. Lesezeit Aktualisiert am

Bewehrungsmatten auf einer Baustelle, Arbeiter mit Helmen und Warnwesten stehen zwischen den Stahlstäben.
Foto: joffi / Pixabay, Pixabay-Inhaltslizenz

Ein 25-kg-Sack Fertigbeton ergibt je nach Produkt etwa 10,8 bis 13 Liter Frischbeton, also 0,011 bis 0,013 m³. Für 1 m³ sind das rund 77 bis 93 Säcke. Die oft genannte Pauschale „80 Säcke“ stimmt nur für Produkte mit 12,5 Litern je Sack.

Kurzantwort: 25 kg = 10,8 bis 13 Liter

Das Gewicht des Sacks sagt wenig darüber aus, wie viel Beton am Ende in der Schalung liegt. Entscheidend ist die Ergiebigkeit, die der Hersteller im Datenblatt angibt. Sie liegt laut Herstellerdaten bei etwa 0,43 bis 0,52 m³ je Tonne Trockenmischung, bei 25 kg also zwischen rund 10,8 und 13 Litern. Vier gängige Produkte im Vergleich:

ProduktErgiebigkeit je 25 kgWasser je 25 kgSäcke je m³
quick-mix B 0312,5 l2,5 l80
Baumit Trockenbeton13 l2,5–3 l77
quick-mix Ruck-Zuck-Beton13 l3–3,5 l77
SAKRET Trockenbeton TB10,75 lmax. 2,55–2,85 l je 30 kg (Herstellerangabe)93

Quellen der Werte: Technisches Merkblatt B 03 (Sievert/quick-mix, Stand 11/2024), Produktdatenblatt Baumit Trockenbeton, Technische Information quick-mix RZB und Technisches Merkblatt SAKRET TB. Der SAKRET-Wasserwert bezieht sich laut Merkblatt auf 30-kg-Säcke und gilt als Obergrenze je nach Konsistenzklasse.

Warum die Zahl schwankt: Ergiebigkeit und Trockenrohdichte

Die Spanne hat einen einfachen physikalischen Grund. Eine Trockenmischung wiegt je Kubikmeter fertigem Frischbeton unterschiedlich viel, je nach Zement, Gesteinskörnung und Körnung. Baumit gibt für sein TrockenBeton 30 (40-kg-Sack, Österreich) eine Trockenrohdichte von etwa 2.000 kg/m³ an, also 2.000 kg Trockenmischung je m³ Frischbeton. Das 25-kg-Produkt Baumit Trockenbeton liegt laut Datenblatt mit 13 l etwas darüber.

Anzeige

Anzeigenplatz für Baustoffe, Werkzeug und Handwerk.

Mediadaten

Daraus folgt der Rechenweg: Liter je Sack = 25 kg ÷ Trockenrohdichte.

  • Bei 2.000 kg/m³: 25 ÷ 2.000 = 0,0125 m³ = 12,5 l. Das deckt sich mit dem Merkblatt von quick-mix B 03 (12,5 l je 25 kg).
  • Bei SAKRET (0,43 m³/t): 1.000 kg ÷ 0,43 m³ = 2.326 kg/m³, und 25 ÷ 2.326 = 0,01075 m³ = 10,75 l.

Das Anmachwasser steckt bereits im Volumen des Frischbetons und wird nicht zusätzlich addiert. Bei 30-kg-Säcken verschiebt sich die Rechnung entsprechend: SAKRET gibt für den TB etwa 12,9 l je 30-kg-Sack an. Ein Sack mit 40 kg liefert bei quick-mix B 03 etwa 20 l, bei SAKRET-Ergiebigkeit rechnerisch rund 17,2 l (40 kg × 0,43 m³/t).

Auf Rechnern im Netz finden sich teils widersprüchliche Angaben, etwa 40 kg einmal mit 16,7 l und einmal mit 18 l je Sack. Maßgeblich ist immer das Datenblatt des gekauften Produkts.

Säcke pro m³: 77 bis 93 (Rechenweg)

Die Sackzahl je Kubikmeter ergibt sich aus 1.000 l ÷ Ergiebigkeit je Sack:

  • 13 l: 1.000 ÷ 13 = 76,9, also rund 77 Säcke
  • 12,5 l: 1.000 ÷ 12,5 = 80 Säcke
  • 12 l: 1.000 ÷ 12 = 83,3 Säcke
  • 10,75 l: 1.000 ÷ 10,75 = 93,0 Säcke

Zwischen dem günstigsten und dem ungünstigsten Produkt liegen damit 16 Säcke je m³ oder etwa 400 kg Material. Bei Mengen über 1 m³ summiert sich das schnell zu einer Differenz, die beim Transport und an der Kasse spürbar ist.

Beispiele: Punktfundament, Streifenfundament, Bodenplatte

Gerechnet wird mit der Spanne aus 12,5 l und 10,75 l je Sack, jeweils ohne Reserve.

BauteilVolumenSäcke (12,5 l)Säcke (10,75 l)
Punktfundament 30 × 30 × 60 cm54 l56
Punktfundament 40 × 40 × 60 cm96 l89
Streifenfundament 10 m × 0,30 × 0,40 m1.200 l96112
Bodenplatte 3 × 4 m, 12 cm dick1.440 l116134

Die Rechnung für das kleine Punktfundament: 0,3 × 0,3 × 0,6 m = 0,054 m³ = 54 l. 54 ÷ 12,5 = 4,32, aufgerundet 5 Säcke. 54 ÷ 10,75 = 5,02, also 6 Säcke. Beim Streifenfundament gilt: 10 × 0,3 × 0,4 = 1,2 m³, bei 12,5 l sind es 96 Säcke, bei 10,75 l rund 112. Das entspricht etwa 2,4 bis 2,8 t Sackware, die zur Baustelle muss.

Bei der Bodenplatte gilt: 3 × 4 × 0,12 = 1,44 m³. 1.440 ÷ 12,5 = 115,2, aufgerundet 116 Säcke (2.900 kg). Bei 10,75 l werden es 134 Säcke. Bei dieser Größe stellt sich die Frage, ob Sackware noch die richtige Wahl ist (siehe letzter Abschnitt).

Reserve und Wasser: was auf dem Sack steht

Zwischen Berechnung und Baustelle liegen Verluste: ungleichmäßiger Boden, Verschnitt, Reste im Mischgefäß, verschüttetes Material. Für die Planung bewährt sich ein Aufschlag von etwa 8 % auf das berechnete Volumen. Für das Streifenfundament ergibt das 1,296 m³ und damit rund 103 Säcke bei 12,5 l, bei 10,75 l rund 120. Für die Bodenplatte sind es 124 bis 145 Säcke.

BauteilSäcke ohne ReserveSäcke mit 8 % Reserve
Streifenfundament 10 m96–112103–121
Bodenplatte 3 × 4 × 0,12 m116–134124–145

Der Wasserbedarf ist produktabhängig und lässt sich nicht pauschal angeben. Die Herstellerwerte reichen von 2,5 l je 25 kg (quick-mix B 03) über 2,5 bis 3 l (Baumit) bis zu 3 bis 3,5 l (Ruck-Zuck-Beton). SAKRET warnt im Merkblatt ausdrücklich: Mehr Wasser als angegeben verfehlt die Festigkeit und die Anforderungen der Expositionsklassen. Das Wasser sollte also abgemessen und nicht nach Gefühl zugegeben werden.

Frischer Beton und Anmachwasser sind stark alkalisch und wirken ätzend. Schutzhandschuhe und Schutzbrille sind beim Mischen und Einbringen nötig (Sicherheitshinweis in der OBI-Verarbeitungsanleitung). Als Verarbeitungstemperatur nennen die Hersteller etwa 5 bis 30 °C. Nach dem Einbringen sollen Bauteile aus quick-mix B 03 rund 7 Tage feucht gehalten und vor Wind, Schlagregen und Frost geschützt werden.

Estrichmörtel oder Beton? C25/30 und Einsatzgrenzen

Beim Griff zum Sack lohnt ein Blick auf die Klassifizierung, denn „Fertigbeton“ ist kein einheitlicher Begriff. Drei Fälle sind zu unterscheiden:

  • quick-mix B 03: Das Produkt ist nach EN 13813 als Estrichmörtel CT-C25-F4 klassifiziert (Körnung 0–8 mm, mittlere Druckfestigkeit laut Technischer Information 34 N/mm²). Es ist damit kein Beton nach DIN EN 206 mit Expositionsklasse, auch wenn es im Handel unter „Beton“ läuft.
  • Baumit Trockenbeton (25 kg): Laut Datenblatt Festigkeitsklasse C25/30 nach DIN EN 206-1, ausgewiesen für Kleinfundamente, Ringanker und Stürze.
  • quick-mix Ruck-Zuck-Beton: Der Hersteller schließt DIN-relevante Bauteile ausdrücklich aus. Die Verarbeitungszeit beträgt nur etwa 5 Minuten. Das Produkt ist damit nur für Anwendungen ohne Normanforderung gedacht.

Für tragende Bauteile, bei denen eine Norm gilt, ist also ein Produkt mit ausgewiesener Festigkeitsklasse und Expositionsklasse nach DIN EN 206 nötig. Wo ein Fundament oder ein Sturz statische Funktion hat, sollte die Wahl mit der Planung oder dem Tragwerksplaner abgestimmt sein. Diese Anmerkung ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

Sack, selbst mischen oder Transportbeton: Entscheidungshilfe

Welche Lieferform sich eignet, hängt vor allem von der Menge ab. Belastbare Preise lassen sich pauschal nicht nennen, da sie von Händler und Region abhängen. Entscheidend sind daher Menge und Aufwand:

  • Bis etwa 0,2 m³ (rund 16 bis 19 Säcke, Gewicht 400 bis 475 kg bei 25-kg-Säcken): Sackware ist praktikabel, etwa für Pfosten, Einzelfundamente oder kleine Reparaturen.
  • Zwischen 0,5 und 1 m³: Das sind bei 0,5 m³ etwa 38 bis 47 Säcke (rund 1 bis 1,2 t), bei 1 m³ etwa 77 bis 93 Säcke (rund 1,9 bis 2,3 t Sackware). Transport, Lagerung (trocken, Haltbarkeit laut Hersteller etwa 12 Monate ab Herstelldatum) und das Mischen von Hand oder mit Mischer werden zur Arbeit.
  • Ab etwa 1 m³: Hier lohnt der Vergleich mit Transportbeton, weil bei einer Bodenplatte von 1,44 m³ mehr als 115 Säcke gestapelt, gemischt und eingebracht werden müssten.

Ob Selbstmischen oder Sackware günstiger ist, lässt sich ohne aktuelle Preise nicht pauschal sagen. Bei kleinen Mengen spart Sackware Aufwand für Zement, Sand und Kies. Ab etwa 1 m³ spricht der Materialaufwand eher fürs Selbstmischen oder für Transportbeton. Für den Vergleich zählen Zement-, Zuschlag- und Mietkosten für den Mischer gegenüber dem Sackpreis je m³ (Säcke je m³ × Preis je Sack). Selbst mischen aus Zement, Sand und Kies ist ebenfalls möglich, doch eine Rezeptur aus dem Netz sollte man nachrechnen. Ein Beispiel: 300 kg Zement, 1.900 kg Gesteinskörnung und 170 l Wasser ergeben einen Wasser-Zement-Wert von 170 ÷ 300 = 0,57, nicht 0,5 wie auf manchen Rechnerseiten angegeben. Für w/z = 0,50 wären bei 300 kg Zement nur 150 l Wasser zulässig. Das Gesamtgewicht von 2.370 kg/m³ passt zwar zum üblichen Frischbeton (2.300 bis 2.400 kg/m³), die Mengen sind aber ein Beispiel ohne Herstellerangabe und sollten vor dem Einsatz mit dem Zementhersteller oder der Planung abgestimmt werden.

Häufige Fehler bei der Sackzahl

  • Pauschal 80 Säcke je m³ gerechnet: Das passt nur zu 12,5 l je Sack. Bei SAKRET-Ergiebigkeit fehlen dann gut 13 Säcke.
  • Gewicht statt Ergiebigkeit verglichen: Ein 25-kg-Sack mit 13 l ergibt rund 21 % mehr Volumen als einer mit 10,75 l.
  • Reserve vergessen: Ohne Aufschlag fehlen am Ende häufig ein bis zwei Säcke, und eine zweite Charge bindet anders ab.
  • Mehr Wasser für bessere Verarbeitung: Das senkt Festigkeit und Dauerhaftigkeit, wie die Herstellermerkblätter betonen.
  • Estrichmörtel als Beton eingebaut: Ein Produkt wie B 03 trägt keine Betonklasse nach DIN EN 206.

Häufige Fragen

Wie viele Säcke Beton braucht man für 1 m³?

Je nach Produkt 77 bis 93 Säcke à 25 kg. Bei 12,5 l je Sack sind es genau 80, bei 10,75 l rund 93.

Wie viel Liter ergibt ein 25-kg-Sack Fertigbeton?

Zwischen 10,8 und 13 Litern, je nach Hersteller. Die Angabe steht im Technischen Merkblatt des Produkts.

Wie viel m³ ergibt ein 30-kg-Sack?

Bei SAKRET TB sind es etwa 12,9 l, also 0,0129 m³. Für 1 m³ sind dann rund 78 Säcke nötig (1.000 ÷ 12,9). Bei anderen Produkten weicht der Wert ab.

Wie viel Wasser kommt in einen 25-kg-Sack?

Das hängt vom Produkt ab: quick-mix B 03 etwa 2,5 l, Baumit 2,5 bis 3 l, Ruck-Zuck-Beton 3 bis 3,5 l. Die Angabe auf dem Sack ist verbindlich.

Fazit

Für die Einkaufsplanung gilt: Ergiebigkeit im Datenblatt nachlesen, Sackzahl aus 1.000 l ÷ Liter je Sack berechnen und 8 % Reserve aufschlagen. Wer das Produkt noch nicht kennt, plant mit der Spanne von 77 bis 93 Säcken je m³ und passt die Menge nach der Produktwahl an. Für Bauteile mit Normanforderung zählt die ausgewiesene Festigkeits- und Expositionsklasse nach DIN EN 206, nicht der Name „Fertigbeton“ auf dem Etikett. Ab etwa 1 m³ lohnt der Vergleich mit Transportbeton. Die Geometrie von Bauteilen und die Volumenberechnung stehen im Artikel „Beton berechnen“, die Hydratation und Nachbehandlung im Beitrag „Beton aushärten: wie lange?“.

Quellen

  • Sievert/quick-mix · Technisches Merkblatt B 03 · Abruf 11/2024 · media.sievert.de
  • quick-mix · Technische Information TI-B03 (40 kg) · Abruf 10/2026 · static.toom.de
  • Baumit · Produktdatenblatt Trockenbeton 25 kg · Abruf 10/2026 · baumit-selbermachen.de
  • Baumit GmbH (AT) · Produktdatenblatt TrockenBeton 30 · Abruf 10/2026 · media.cdn.bauhaus
  • quick-mix · Technische Information Ruck-Zuck-Beton (RZB) · Abruf 10/2026 · static.toom.de
  • SAKRET/RYGOL · Technisches Merkblatt Trockenbeton TB · Abruf 10/2026 · rygol-sakret.de
  • SAKRET · Technisches Merkblatt TB C35/45 · Abruf 11/2025 · rygol-sakret.de
  • Hornbach · Baumit Trockenbeton C25/30, Produktdaten · Abruf 10/2026 · hornbach.de
  • OBI · Ruck-Zuck Beton mischen und verwenden (Sicherheitshinweis) · Abruf 10/2026 · obi.at

Mehr aus Rohbau & Beton